Das Magazin “a la carte” hat sich im Herbst besonders mit den Traisentaler Riedenweinen auseinandergesetzt. Die Bewertungen unserer Weine kann sich durchaus sehen lassen:

  • Riesling Traisental DAC Ried Sonnleithen 2017   92 Punkte
    • Ausgeprägte Steinobstnoten, Marille, Mandarine, lebendige Struktur, fruchtiges Finish, langer Nachhall
  • Grüner Veltliner Traisental DAC Ried Sonnleithen 2017   92 Punkte
    • Nuanciertes Bukett, gelbe Frucht, zart würziger, gehaltvoller Wein, balancierter Trinkfluss, zarte Würze im Abgang, gute Länge
  • Grüner Veltliner Traisental DAC Ried Rosengarten 2017   90 Punkte
    • Jugendlich, fruchtiges Bukett, Nektarine, Grapefruit, lebendiger Trinkfluss, leicht CO2, fruchtiges Finish, Zitrus im Rückaroma
  • Grüner Veltliner Traisental DAC Reserve Ried Cagran 2017   90 Punkte
    • Reife gelbe Frucht, opulenter Wein, weiche ­Textur, fruchtiger Schmelz im Abgang

Ein großer Jahrgang

Im Traisental setzt man vermehrt auf Abgrenzung der Rieden und die Betonung der Spezifika der einzelnen Lagen. Dem Wein tut das sehr gut, wie die Verkostung der 2017er zeigt.

   Text & Verkostung von Willi Balanjuk

Die Weinregion Traisental erlebte in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung. Die mehrheitlich junge Winzerschaft konzentriert sich auf ihre Weine, und auch für die gemischt wirtschaftenden Betriebe bieten sich ausgezeichnete Voraussetzungen. Die Struktur der Betriebe ist überwiegend „klein­strukturiert“, was sich auch in den nächsten Jahren nicht wirklich ändern wird. Zum einen sind die möglichen Rebflächen limitiert und zum anderen die Grundstückspreise enorm gestiegen. Die Mehrheit der Weine wird nach dem Verständnis eines Ortsweins gekeltert. Hört man jedoch auf die Meinung der Winzer, wird es mit der genauen Abgrenzung der Rieden in Zukunft aber auch vermehrt Riedenweine am Markt geben. Die Qualitäten der Weine im Rahmen der DAC-Regeln stärker zu differenzieren, ist also ein erklärtes Ziel.

Von den geologischen Voraussetzungen her sind Schotter-Kalk-Konglomeratsböden, Kalk-, Löss- und Urgesteinsböden (Gneis, Schiefer und Granit) die prägenden Elemente der Region. Als weitere einflussreiche Faktoren kommen noch die Höhendifferenzen und die Terrassen hinzu.

Die rund 800 Hektar Anbauflächen teilen sich auf Grünen Veltliner (mehr als 60 Prozent der Rebfläche) und auf Riesling (mit zwölf Prozent) auf. Rund drei Viertel der Rieslinge werden „klassisch“ gekeltert, der Rest wird als Riedenwein ausgebaut. Die restlichen kultivierten Rebsorten sind der historischen Buschenschankstruktur geschuldet, und so findet man hier neben dem klassischen Burgunder-Mix auch aromatische Rebsorten. Die Reben stehen überwiegend auf Terrassen mit kalkhaltigen, schottrigen Böden. Die führenden Weinorte des Traisentals sind Nussdorf, Reichersdorf, Inzersdorf, Traismauer und Herzogenburg.

Im Rahmen einer Traisental-DAC-Reserve-Verkostung sollen die verkosteten Weine aus den Rebsorten Grüner Veltliner und Riesling den vorher genannten Böden und weiteren Terroir-Kriterien zugeordnet werden. Der Jahrgang 2017 kann als großartig bezeichnet werden. Eine gute Niederschlagsverteilung und der Regen gegen Ende August waren ein Garant für nahezu ­perfekte Vegetation. Weshalb auch das Niveau der Rieden­weine besonders hoch ist.